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TU Berlin

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Die Otto-Lacmann-Stiftung

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Otto Lacmann (1887 bis 1961) war einer der bedeutenden Pioniere der Photogrammetrie. Er begann als Bauingenieur und war 1913 bis 1919 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Preußischen Versuchsanstalt für Wasser- und Schiffbau in Berlin. Dann ging er nach Norwegen und gründete in Oslo eine der weltweit ersten Firmen für Photogrammetrie. Dank seiner Erfahrung wurde er 1924 Instruktor für Photogrammetrie der »Roten Arbeiter- und Bauernarmee« in Moskau. Ab 1927 leitete er dann den Aufbau der Abteilung für Luftbildwesen und Navigation in der »Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt« (DVL) in Berlin-Adlershof. Mit seiner Berufung an die Technische Hochschule Berlin entstand am 1. April 1930 der erste deutsche Lehrstuhl für Photogrammetrie. Danach hat Lacmann ein leistungsfähiges und instrumentell gut ausgestattetes Institut aufgebaut. Die gesamten Einrichtungen dieses Instituts sind aber im Zweiten Weltkrieg verloren gegangen.

Mit der Wiedereröffnung der Hochschule als Technische Universität Berlin im März 1946 begann Lacmann – nunmehr als Professor für »Photogrammetrie und Kartenkunde« – mit dem Aufbau eines neuen Instituts, das er bis zu seiner Emeritierung 1954 sehr erfolgreich leitete. In Anerkennung seiner Leistungen wurde er von der Deutschen Gesellschaft für Photogrammetrie zum Ehrenmitglied ernannt und die TU Berlin verlieh ihm die Würde eines Ehrensenators.

Schwerpunkte der wissenschaftlichen Arbeit von Otto Lacmann waren die Anwendungen der Photogrammetrie im Nahbereich. Für viele Messaufgaben ersann er neuartige Lösungen unter Einsatz photogrammetrischer Methoden, z.B. bei ingenieurwissenschaftlichen Versuchen, im Wasserbau, in Denkmalpflege, Medizin oder Elektronenmikroskopie. Seine reichen Erfahrungen hat er 1950 in einem Lehrbuch »Die Photogrammetrie in ihrer Anwendung auf nicht-topographischen Gebieten« zusammengefasst. Viele bedeutende Experten des Fachs waren seine Schüler.

Anlässlich der 100. Wiederkehr seines Geburtstages im September 1987 wurde Otto Lacmann von der TU Berlin in einer Festveranstaltung gewürdigt. Bei dieser Gelegenheit hat der Präsident, Prof. Dr. Dieter Schumann, die von Professor Albertz angeregte Errichtung der »Otto-Lacmann-Stiftung zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf den Gebieten Photogrammetrie, Fernerkundung und Kartographie« bekannt gegeben.

Die Stiftung hat im Jahre 1988 ihre Arbeit aufgenommen. Sie stellt ein aus zweckgebundenen Spenden aufgebrachtes Sondervermögen der TU dar. In den nunmehr 20 Jahren ihres Bestehens hat die Stiftung in etwa zwanzig Fällen an deutsche und ausländische Nachwuchswissenschaftler Zuschüsse von insgesamt rund 26.000 €  vergeben können. Dadurch war die Unterstützung von Kongressreisen, Finanzierung von Dissertationsdrucken, u.ä. sowie mehrfach auch die Überbrückung von finanziellen Engpässen möglich. Das Stiftungsvermögen beträgt derzeit rund 60.000.- €. Aus den Erträgen und weiteren Zustiftungen können immer wieder junge Wissenschaftler unterstützt werden. Allmählich wächst das Stiftungsvermögen auch weiterhin an.

 

Satzung

 

Konto der Otto-Lacmann-Stiftung (bitte alle Angaben verwenden):

Kasse der Technischen Universität Berlin
Berliner Volksbank (BLZ 100 900 00)
Konto Nr. 884 818 700 4
zugunsten Titel 10/298 02
(Otto-Lacmann-Stiftung)

Für eingegangene Spenden wird von der Technischen Universität Berlin eine Spendenbescheinigung ausgestellt.

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